GRUNDSATZERKLÄRUNG ZUR BEKÄMPFUNG VON SKLAVEREI UND MENSCHENHANDEL für das Geschäftsjahr zum 31. März 2025

Abschnitt 1 Allgemeiner Überblick

Grundsätze in Verbindung mit der Bekämpfung von Sklaverei und Menschenhandel

Mit diesem Dokument geben wir unsere Erklärung zu moderner Sklaverei und Menschenhandel gemäß Abschnitt 54(1) des „Modern Slavery Act“ (Gesetz gegen moderne Sklaverei) des Vereinigten Königreichs 2015 ab.

Wir betreiben eine Null-Toleranz-Politik gegenüber moderner Sklaverei und Menschenhandel und verpflichten uns, unsere Aktivitäten zu überwachen, weiterzuentwickeln und zu verbessern, um Sklaverei und Menschenhandel zu bekämpfen.

Wir bemühen uns, sicherzustellen, dass es in unserem Geschäftsbetrieb und allen unseren Lieferketten keine moderne Sklaverei und keinen Menschenhandel oder anderen Missbrauch der Menschenrechte gibt.

Als Unternehmen der Mitsubishi Electric Corporation Unternehmensgruppe wenden wir die Richtlinie zu Menschenrechten (Human Rights Policy)1  sowie den Verhaltenskodex der Mitsubishi Electric Group2  an. Diese umfassen unsere fortwährende Selbstverpflichtung, die internationalen Standards in Hinblick auf Menschenrechte sowie das Gesetz zu respektieren, mit höchster Integrität zu handeln und in unserem eigenen Verhalten die Menschenrechte immer zu achten.

Die Mitsubishi Electric Corporation und ihre Gruppenunternehmen im Vereinigten Königreich verfügen über ein internes und externes Meldesystem. Dies umfasst den Schutz von Whistleblowern. Hinweise auf moderne Sklaverei können über dieses System gemeldet werden. Meldungen können über dieses System rund um die Uhr, 365 Tage pro Jahr erfolgen.

Unsere Unternehmensstruktur

Mitsubishi Electric Europe B.V. ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Mitsubishi Electric Corporation (mit Sitz in Japan).

Unsere Geschäftstätigkeit im Vereinigten Königreich umfasst:

  • Vertrieb und Vermarktung von Mitsubishi Electric Klimaanlagen-, Heizungs-, Kühl- und Lüftungsprodukten und -dienstleistungen, Automatisierungs- und Steuerungsprodukten und -dienstleistungen, Automobilteilen, Lift- und Rolltreppensystemen und -dienstleistungen
  • Lieferung von Waren und Dienstleistungen an den Energietechniksektor, einschließlich der Lieferung von gasisolierten Schaltanlagen und Windturbinenschaltanlagen und der damit verbundenen F&E-Aktivitäten;
  • Kauf von Materialien und Produkten innerhalb Europas.

Zum 31. März 2025 beschäftigten wir 830 Mitarbeiter in Großbritannien und unser Jahresumsatz bis zum 31. März 2025 in Großbritannien betrug etwa 465,2 Millionen £.

Unsere Lieferketten

Alle Rohstoffe und Komponenten stammen von Lieferpartnern aus dem In- und Ausland in Übereinstimmung mit dem Verhaltenskodex der Mitsubishi Electric Group3.

Unser Hauptlieferant für Waren und Dienstleistungen ist unsere Muttergesellschaft Mitsubishi Electric Corporation. Wir kaufen auch Waren und Dienstleistungen bei anderen Unternehmen der Mitsubishi Electric Group.

Möglicherweise beziehen wir andere Waren und Dienstleistungen, um unsere geschäftlichen Anforderungen zu erfüllen, etwa für den Weiterverkauf an unsere Kunden in Verbindung mit unserer Lieferung von Waren und Dienstleistungen von Mitsubishi Electric.

Zu unseren Einkaufsbedingungen im Vereinigten Königreich gehören die Compliance-Verpflichtungen des Lieferanten, Maßnahmen im Sinne der Nachhaltigkeit sowie Richtlinien anzuwenden, die sicherstellen, dass der Lieferant und alle Subunternehmer:

  • Keine Sklaverei oder Menschenhandel im Unternehmen oder in der Lieferkette zulassen und alle erforderlichen Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass weder Sklaverei noch Menschenhandel im Unternehmen oder der Lieferkette stattfindet;
  • die Übereinkommen der IAO (Internationale Arbeitsorganisation ) zum Schutz von Kindern und Jugendlichen einhalten, und unter keinen Umständen Kinderarbeit einsetzen; und
  • Keine Zwangsarbeit, Ausbeutung oder unfreiwillige Gefängnisarbeit einsetzen;
  • Ihre Mitarbeiter niemals misshandeln oder missbrauchen.

Mitsubishi Electric Corporation holt Zustimmungen von Lieferanten ein, dass Initiativen zu sozialen Fragen einschließlich Menschenrechtsfragen einvernehmlich berücksichtigt werden – wie weiter unten genauer ausgeführt. Darüber hinaus hat Mitsubishi Electric Corporation weiterhin Bemühungen vorangetrieben und Anweisungen zum Verständnis der Risiken von Menschenrechtsverletzungen durch Lieferanten erteilt. Dazu zählen u. a. Zwangsarbeit ausländischer Arbeitskräfte sowie gefährliche und riskante Arbeit – siehe unten.

Due-Diligence-Prozesse

Beschaffung von Waren oder Dienstleistungen von Mitsubishi Electric Corporation oder einem Mitglied der Unternehmensgruppe (zusammen als „Mitsubishi Electric Group Supplier“ bezeichnet):

Wir vertrauen bei jedem einzelnen Lieferanten der Mitsubishi Electric Group auf seine eigenen Due-Diligence-Prozesse für die Risikobewertung und Überprüfung sowie seine vertraglichen Compliance-Anforderungen für Subunternehmer zur Unterstützung der Compliance innerhalb der Beschaffungslieferkette.

Als Teil dieser Prozesse gilt für Mitsubishi Electric Europe B.V. und Mitsubishi Electric Group Supplier Folgendes:

Die Richtlinie zu Menschenrechten (Human Rights Policy) der Mitsubishi Electric Group: Diese bestätigt, dass der Schutz der Menschenrechte und die Unterstützung für international vereinbarte Menschenrechte für die Geschäftsaktivitäten der Mitsubishi Electric Group unerlässlich sind. Dementsprechend erkennen wir als Mitglieder der Unternehmensgruppe unsere Pflicht an, einer Beihilfe zu Menschenrechtsverletzungen vorzubeugen. Weitere Einzelheiten zu dieser Richtlinie werden nachfolgend erläutert.

Der Verhaltenskodex der Mitsubishi Electric Group besagt Folgendes:

Achtung der Menschenrechte:

„1. Wir respektieren Menschenrechte und stellen angemessene Kompetenzen zu den Gesetzen und Vorschriften der Länder und Regionen sicher, in denen wir tätig sind. Es ist unser erklärtes Ziel, keine Menschenrechte zu verletzen.
2. Wir fordern von verschiedenen Stakeholdern in den gesamten Wertschöpfungsketten unserer Geschäftsaktivitäten, Produkte und Dienstleistungen eine Zusammenarbeit bei der Förderung der Achtung der Menschenrechte in der Gesellschaft.
3. Wenn wir von verschiedenen Stakeholdern eine Beschwerde oder Rückfrage zum Thema Menschenrechte erhalten, wir bemerken oder uns zugetragen wird, dass Stakeholder Menschenrechte verletzen oder dass im Zuge von Aktivitäten der Mitsubishi Electric Group Menschenrechte verletzt werden, wenden wir uns umgehend an die zuständige Abteilung, damit Maßnahmen zur Lösung dieses Missstands ergriffen werden können.

Abschnitt 2 Ansatz der Mitsubishi Electric Group

Menschenrechtspolitik und -prozess der Mitsubishi Electric Group

Im Jahr 2017 formulierte und veröffentlichte die Mitsubishi Electric Group ihre Richtlinie zu Menschenrechten (Human Rights Policy). Wir betrachten es als unsere Verantwortung, den Schutz der international vereinbarten Menschenrechte als Vorbedingung für unsere unternehmerischen Aktivitäten zu unterstützen und zu achten sowie sicherzustellen, dass wir uns selbst nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig machen. Die Mitsubishi Electric Group erkennt an, dass völkerrechtliche Standards in Bezug auf Menschenrechte wie die Internationale Menschenrechtscharta und die Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit Mindeststandards darstellen, die eingehalten werden müssen. Auf der Grundlage dieser Erkenntnis erklären wir, dass wir uns in angemessenem Umfang mit den Gesetzen, Vorschriften und Regeln jedes Landes und jeder Region, in dem bzw. in der wir tätig sind, vertraut machen und die Menschenrechte achten werden.

Die Mitsubishi Electric Group unterzeichnete 2018 die zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen zu Menschenrechten, Arbeit, Umwelt und Korruptionsbekämpfung. Die gesamte Mitsubishi Electric Group verpflichtet sich, Richtlinien und Verfahren umzusetzen, die mit ihrer moralischen und ethischen Verpflichtung zur Beendigung der modernen Sklaverei im Einklang stehen.

Um den Inhalt der Menschenrechtspolitik umzusetzen, hat die Mitsubishi Electric Group eine Bewertung der Wirkung von Menschenrechtsaktivitäten durchgeführt, um Risiken von Menschenrechtsverletzungen zu identifizieren, einschließlich Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Menschenhandel, und um negative Auswirkungen auf der Grundlage der identifizierten Ergebnisse zu korrigieren, zu verhindern und zu mindern.

Die Mitsubishi Electric Group setzt sich im Rahmen ihrer Menschenrechtspolitik für die Förderung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht ein. Der Nachhaltigkeitsausschuss und die Geschäftsführung werden über die Fortschritte bei den Initiativen zur Achtung der Menschenrechte informiert. Unter der Leitung und Aufsicht der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates überprüfen wir kontinuierlich die Wirksamkeit des PDCA-Zyklus zur Gewährleistung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht.

Struktur der Menschenrechtsaktivitäten der Mitsubishi Electric Group

(1) Die Mitsubishi Electric Group fördert Aktivitäten zur kontinuierlichen Verbesserung auf der Grundlage des PDCA-Zyklus, um die Sorgfaltspflicht bezüglich der Menschenrechte und andere Initiativen in Übereinstimmung mit internationalen Normen wie „Die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte“ zu fördern. Der Nachhaltigkeitsausschuss, der von der Vorstandskonferenz beauftragt wird, formuliert Richtlinien und Pläne für Menschenrechtsinitiativen, prüft deren Wirksamkeit und erhält die Genehmigung von übergeordneten Organisationen usw.
(2) Im FY2022 wurde als untergeordnete Organisation des Nachhaltigkeitsausschusses ein permanenter Unterausschuss für Menschenrechte eingerichtet, um den Inhalt menschenrechtsbezogener Initiativen zeitnah zu verbessern und Probleme zu lösen. Da Menschenrechtsfragen eine Vielzahl von Bereichen abdecken, werden wir sie nach Klärung der für jeden Bereich verantwortlichen Bereiche behandeln. Der Unterausschuss für Menschenrechte legt die Richtung der Diskussionen zu bereichsübergreifenden Themen fest. Der Fortschritt und die Ergebnisse werden dem Nachhaltigkeitsausschuss gemeldet, der sie wiederum der Vorstandskonferenz und dem Vorstand meldet, wo sie von Vorstandsmitgliedern und Direktoren geleitet und beaufsichtigt werden.
(3) Im FY2024 tagte der Unterausschuss für Menschenrechte dreimal. Die Menschenrechts-Arbeitsgruppe, die ein untergeordnetes Gremium des Unterausschusses für Menschenrechte ist und aus operativen Mitgliedern besteht, tagte zehnmal.

Der Ansatz der Mitsubishi Electric Group im Bereich der menschlichen Sorgfaltspflicht

Um den verschiedenen Risiken moderner Sklaverei entgegenzuwirken, hat sich die Mitsubishi Electric Group einen Ansatz zur Gewährleistung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht zu eigen gemacht, wie er in den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und den OECD-Leitlinien für die Sorgfaltspflicht beschrieben ist. Die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht steht in Einklang mit den Standards der Responsible Business Alliance (RBA), der wir im Februar 2022 beigetreten sind. Diese Standards gelten innerhalb der Gruppe und für unsere Lieferkette. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine neue konzernweite Aktivität eingeleitet, bei der das Know-how externer Drittorganisationen aktiv genutzt wird. (* Anmerkung: „Geschäftsjahr 2023“ bezeichnet den Zeitraum April 2023 – März 2024).

Laufende Maßnahmen der Mitsubishi Electric Group in Bezug auf die Lieferkette

Alle drei Jahre führt die Mitsubishi Electric Group eine Umfrage unter den Lieferanten durch, die die oberen 80 % ihrer Beschaffungen repräsentieren, um die Bemühungen der Lieferanten zu überprüfen, die Anforderungen der CSR-Beschaffungsrichtlinien zu erfüllen. Durch diese Umfrage und die Überprüfung der dabei gegebenen Antworten identifizieren wir Lieferanten mit hohem Risiko, indem wir individuell feststellen, ob ein besonders schwerwiegendes Risiko von Menschenrechtsverletzungen wie Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Menschenhandel besteht. Wenn wir ein Risiko erkennen, versuchen wir beharrlich, dieses im Dialog mit dem Lieferanten abzubauen.

Die Mitsubishi Electric Group verpflichtet sich, sicherzustellen, dass Sklaverei und Menschenhandel nicht innerhalb ihrer Geschäftstätigkeiten oder Lieferketten stattfinden, und ist kontinuierlich bestrebt, dafür zu sorgen, dass ethische Geschäftspraktiken eingehalten werden. Im Rahmen dieser Verpflichtung streben wir eine fortlaufende Sorgfaltspflichtprüfung bei Lieferanten an, einschließlich regelmäßiger Kommunikation, Überwachung von Hochrisikoregionen und gezielter Stichproben von lokalen Betrieben. Dies kann an bestimmten Leistungsindikatoren und durch angemessene Schritte zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen auf Werksebene, entweder direkt oder über vertrauenswürdige Kontakte im Ausland gemessen werden, um sicherzustellen, dass innerhalb des Beschaffungsnetzwerks keine Zwangsarbeit, Menschenhandel oder Ausbeutungspraktiken stattfinden.

Übergang zu Responsible Business Alliance (RBA)-konformen Initiativen

Im Geschäftsjahr 2022 haben wir die CSR-Beschaffungsrichtlinien verwendet. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir jedoch einen neuen Verhaltenskodex für Lieferanten der Mitsubishi Electric Group eingeführt, der im Einklang mit dem RBA-Verhaltenskodex steht. Wir arbeiten daran, uns die Zustimmung sämtlicher Lieferanten zum Verhaltenskodex schriftlich bestätigen zu lassen. Darüber hinaus arbeiten wir an der Implementierung des von der RBA bereitgestellten Fragebogens zur Selbsteinschätzung (Self-Assessment Questionnaire, SAQ) für die im Hinblick auf das Einkaufsvolumen oberen 80 % der Lieferanten. Die Selbsteinschätzung mittels des SAQ soll einmal jährlich erfolgen.
Es laufen Prozesse zur Identifizierung und Bewertung von Lieferketten.
Wenn wir beispielsweise einen Lieferanten mit hohem Risiko ausmachen, bewerten wir dessen Compliance und ziehen einen minutiösen Überprüfungsprozess in Erwägung, um Verstöße zu beheben.
Wir prüfen unsere Lieferanten in regelmäßigen Abständen, um sicherzustellen, dass robuste Prozesse vorhanden sind, um das Risiko moderner Sklaverei in unserer eigenen Geschäftstätigkeit und in der Lieferkette zu minimieren.

Bewertung der Wirkung von Menschenrechtsaktivitäten

Im FY2023 führte die Mitsubishi Electric Group in Zusammenarbeit mit der Drittorganisation Business for Social Responsibility (BSR) eine „Bewertung der Wirkung von Menschenrechtsaktivitäten“ durch. In der Folge haben wir 21 Menschenrechtsrisiken identifiziert, die verschiedene Rechteinhaber (Mitarbeiter, Lieferkettenmitarbeiter, Verbraucher, Kunden und umliegende Gemeinden) in der Wertschöpfungskette der Mitsubishi Electric Group betreffen können. Dazu gehören Zwangsarbeit und Kinderarbeit. Der BSR präsentierte 86 Empfehlungen für Unternehmensaktivitäten der Mitsubishi Electric Group (einschließlich der Lieferkette) als vorgeschlagene Maßnahmen, um die 21 identifizierten Menschenrechtsrisiken abzustellen.
Die Aufschlüsselung der Empfehlungen lautet wie folgt: 18 für Managementsysteme (einschließlich der Einrichtung eines Menschenrechtsförderungssystems), 17 für Mitarbeiterrechte, 19 für Lieferkettenrechte, 16 für Produktdienstleistungen und Menschenrechte und 16 für andere bereichsübergreifende Probleme (einschließlich Verbesserungen des Beschwerdemechanismus).

Schaffung von Mechanismen zur Korrektur, Verhinderung und Minderung negativer Auswirkungen

Für die 86 von der BSR empfohlenen Punkte bei der im FY2023 durchgeführten Bewertung der Wirkung von Menschenrechtsaktivitäten hat jeder zuständige Geschäftsbereich einen Verbesserungsplan mit dem Ziel formuliert, bis Ende FY2026 Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten, und hat entsprechende Aktivitäten begonnen.
Zum Ende des FY2024 konnten wir feststellen, dass als Ergebnis der Statusprüfung 46 (54 %) der 86 Empfehlungen zu Initiativen in jedem Geschäftsbereich und anschließenden Verbesserungsmaßnahmen geführt haben. Wir werden den Status zum Ende des FY2025 und FY2026 kontinuierlich überprüfen und bei Bedarf Folgemaßnahmen ergreifen.

Verfolgung und Bewertung von Menschenrechtsinitiativen

a. Nachverfolgung und Bewertung innerhalb der Mitsubishi Electric Group:

  • Wir überprüfen jährlich den Status der Verbesserungsimplementierung für die 86 Empfehlungen, die vom BSR in der im FY2023 durchgeführten Bewertung der Wirkung von Menschenrechtsaktivitäten präsentiert wurden.
  • Zusätzlich wurde im FY2024 der Selbstbewertungsfragebogen (SAQ) der RBA implementiert, um zu bestätigen, dass das Risiko von Zwangsarbeit, Kinderarbeit usw. an allen 16 Fertigungsstandorten der Mitsubishi Electric Group in Japan reduziert wird und es wurde bestätigt, dass die Ergebnisse für alle 16 Standorte von mittlerem Risiko waren und keine Zwangsarbeit oder Kinderarbeit eingesetzt wurde. Ab FY2025 wird der SBF jährlich an 16 Standorten durchgeführt und um Konzerngesellschaften in Japan und im Ausland erweitert.

b. Nachverfolgung und Bewertung in der Lieferkette

  • Ab FY2024 begann die Mitsubishi Electric Group mit der Überprüfung des Status von Menschenrechtsinitiativen in der Lieferkette unter Verwendung des neu etablierten „Verhaltenskodex für Lieferketten der Mitsubishi Electric Group“ und „RBA-SAQ“. Im FY2024 haben wir den „Verhaltenskodex für Lieferketten der Mitsubishi Electric Group“ an etwa 5.000 Unternehmen verteilt und eine Bestätigung der Zustimmung von Lieferanten erhalten, die etwa 80 % unserer Einkäufe ausmachen. Wir haben auch ca. 500 Lieferanten in Japan gebeten, den SBF auszufüllen, und wir erhielten Antworten von 50 % dieser Lieferanten. Bei den Lieferanten, von denen wir Antworten erhalten haben, wurden keine Fälle von Zwangsarbeit oder Kinderarbeit bestätigt. Ab FY2025 werden wir Lieferanten weiterhin auffordern, den „Verhaltenskodex für Lieferketten der Mitsubishi Electric Group“ umzusetzen und einzuhalten.
  • Wir werden auch den Umfang der SBF-Implementierungsanfragen auf Lieferanten außerhalb Japans ausweiten und weiterhin mit Lieferanten in Dialog treten, um die Rate der SBF-Antworten zu verbessern. Wir werden jedes Jahr SBF-Prüfungen durchführen.

Lieferkette

(1) Identifizierung und Behebung von Risiken schwerer Menschenrechtsverletzungen (Zwangsarbeit, Kinderarbeit) in der Lieferkette

Die Mitsubishi Electric Group arbeitet kontinuierlich daran, Lieferanten zu identifizieren, bei denen ein hohes Risiko für Zwangsarbeit, gefährliche Arbeit und Kinderarbeit besteht. Dies geschieht durch Antworten auf das RBA-SAQ-Umfrageformular, das jedes Jahr an die Top 80 % der Lieferanten in Bezug auf den Einkaufswert gesendet wird.
Im FY2024 wurde der RBA-SAQ für inländische Lieferanten eingeführt, und ab FY2025 wird der Umfang des RBA-SAQ auf ausländische Lieferanten ausgeweitet.
Wenn wir ein Risiko identifizieren, versuchen wir kontinuierlich, es durch einen Dialog mit dem Lieferanten zu korrigieren. In der jüngsten Umfrage im FY2024 haben wir keine Lieferanten mit solch schwerwiegenden Bedenken bezüglich des Risikos von Menschenrechtsverletzungen identifiziert. Darüber hinaus haben wir auch die Reduzierung von überhöhten Arbeitszeiten und das Recht auf Mindestlöhne aufgenommen und sind dabei, dies im RBA-SAQ festzulegen.

(2) Förderung verantwortungsvoller Aktivitäten im Bereich Mineralienbeschaffung

  • Die Mitsubishi Electric-Gruppe hält sich an die „OECD-Leitfaden für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten für Mineralien aus Konflikt- und Hochrisikogebieten“ und verzichtet auf Mineralien, die in Zusammenhang mit schweren Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in unserer Beschaffungslieferkette stehen.
  • Mitsubishi Electric nimmt an „der Arbeitsgruppe für den verantwortungsvollen Umgang mit Mineralienhandel“ der Japan Electronics and Information Technology Industries Association (JEITA) teil und arbeitet mit anderen Branchenorganisationen zusammen, um Beschränkungen bei Konfliktmineralien zu verhängen. Umfragen werden mit den Umfrageformularen (CMRT*1 und EMRT*2) durchgeführt, die häufig in der Automobil-, Elektro- und Elektronikindustrie verwendet werden. Im FY2024 wurden Umfragen bei 1.036 Lieferanten durchgeführt, und es gingen 916 Antworten auf Fragen im Umfrageformular ein. Als Ergebnis der Umfrage wurden 368 Schmelzwerke identifiziert. Von den identifizierten Schmelzwerken waren 233 RMAP*3 konform. Wir werden die RMAP-Compliance bei Schmelzwerken durch Branchenaktivitäten weiter fördern.

* 1 Conflict Minerals Reporting Template (Zinn, Tantal, Wolfram und Gold), herausgegeben von der Responsible Minerals Initiative
* 2 Extended Minerals Reporting Template (Cobalt und Glimmer), herausgegeben von der Responsible Minerals Initiative
* 3 Responsible Minerals Assurance Process: Ein Programm, bei dem ein Dritter bescheinigt, dass die von einem Schmelzwerk verarbeiteten Mineralien aus Quellen stammen, die nicht an Konflikten oder Menschenrechtsverletzungen beteiligt sind

Prozess zur Identifizierung und Bewertung des Risikos von Zwangsarbeit und Kinderarbeit in Betrieb und Lieferkette sowie Korrekturmaßnahmen

(1) Identifizierung und Bewertung von Risiken für die Mitsubishi Electric Group

Zwangsarbeit und Kinderarbeit innerhalb des Unternehmens und in der Lieferkette wurden als eines der wichtigsten potenziellen Menschenrechtsrisiken identifiziert, die bei der im FY2023 durchgeführten Bewertung der Wirkung von Menschenrechtsaktivitäten eine fortgesetzte Aufmerksamkeit erfordern. Für die in der Folgenabschätzung identifizierten Menschenrechtsrisiken haben wir eine zuständige Abteilung benannt, die für die Korrektur, Verhinderung und Minderung negativer Auswirkungen verantwortlich ist.
Derzeit gibt es an keinem Standort der Mitsubishi Electric Group oder in der Lieferkette des Konzerns Hinweise auf Zwangs- oder Kinderarbeit.

(2) Risikobewertung und ergriffene Maßnahmen in der Lieferkette

In unserer Lieferkette führen wir im Rahmen unserer CSR-Beschaffungsaktivitäten einen Sorgfaltspflicht-Prozess zur Risikobewertung und -verifikation durch.
a. Wir halten Briefing-Sitzungen für unsere Lieferanten ab, um die Gelegenheit zu bieten, die Nachhaltigkeitsinitiativen und sozialen Trends der Mitsubishi Electric Group rund um das Unternehmen und die Menschenrechte zu erklären.
b. Wir bitten Lieferanten, ein Formular zu unterzeichnen, das ihre Zustimmung zum „Verhaltenskodex für Lieferketten der Mitsubishi Electric Group“ auf der Grundlage des RBA-Verhaltenskodex bestätigt.
c. Wir überprüfen das Risiko von Zwangsarbeit und Kinderarbeit bei unseren Lieferanten anhand des CSR-Fragebogens (RBA-SAQ) und fordern Verbesserungen auf der Grundlage der Bewertungsergebnisse ein.
d. Wenn wir einen Lieferanten mit hohem Risiko identifizieren, bewerten wir die Compliance und ziehen einen detaillierteren Verifikationsprozess in Betracht, um Abhilfe zu schaffen.
e. Alle oben genannten Verfahrenskontrollen werden regelmäßig überprüft, um sicherzustellen, dass solide Prozesse vorhanden sind, um das Risiko moderner Sklaverei in unseren Betrieben und unserer Lieferkette möglichst gering zu halten.

Wirksamkeit der Zusicherung, dass Zwangsarbeit und Kinderarbeit nicht in Geschäftsaktivitäten und Lieferketten eingesetzt werden

(1) Die Mitsubishi Electric Group verwendet derzeit den folgenden Prozess, um das Risiko von Menschenrechtsverletzungen, einschließlich Kinderarbeit und Zwangsarbeit, innerhalb der Group und ihrer Lieferanten zu bewerten, um die Genauigkeit und Objektivität der Ergebnisse sicherzustellen.

  • Innerhalb der Mitsubishi Electric Group:
    Wir führen regelmäßig eine Bewertung der Wirkung von Menschenrechtsaktivitäten mit Unterstützung einer externen Organisation für Menschenrechte durch, um die Initiativen des Konzerns zur Achtung der Menschenrechte objektiv zu bewerten und auf der Grundlage der Ergebnisse kontinuierliche Verbesserungsaktivitäten umzusetzen.
  • Lieferanten:
    Wir bitten Lieferanten, ein Formular zu unterzeichnen, das ihre Zustimmung zum „Verhaltenskodex der Lieferkette der Mitsubishi Electric Group“ und zu den Antworten auf ein Umfrageformular (RBA-SAQ) bestätigt, um sicherzustellen, dass in unserer Lieferkette kein Risiko von Menschenrechtsverletzungen, einschließlich Zwangsarbeit und Kinderarbeit, besteht. Wir glauben, dass wir durch die Verwendung der RBA-Tools, die als internationale Standards gelten, die Effektivität besser sicherstellen können.

Abschnitt 3 Laufende Maßnahmen im Vereinigten Königreich und im Ausland

Leistungskennzahlen (Key Performance Indicators, KPIs) zur Messung der Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen sowie Schulungen zu moderner Sklaverei und Menschenhandel

Jeder Mitarbeiter von Mitsubishi Electric Europe B.V. erhält eine Kopie des Verhaltenskodex der Mitsubishi Electric Group und muss diese Richtlinien und alle geltenden Gesetze einhalten.

Wir haben unsere im Einkauf beschäftigten Mitarbeiter in Bezug auf die Anforderungen der Gesetzgebung, unserer Unternehmensrichtlinien und dieser Erklärung zur Bekämpfung von Sklaverei und Menschenhandel unterrichtet.

Es werden unternehmensweite, regelmäßige E-Learning-Schulungen durchgeführt, die auf dem UK Modern Slavery Act 2015 basieren und alle britischen Mitarbeiter sind verpflichtet, an solchen Schulungen teilzunehmen und entsprechend zu bestehen. Diese E-Learning-Schulungen werden auch an alle Mitarbeiter in der EMEA-Region verteilt.

Darüber hinaus hat die Mitsubishi Electric Corporation außerhalb des Vereinigten Königreichs ein E-Learning-Programm zur Nachhaltigkeit durchgeführt, das Themen zu Menschenrechten für Mitarbeiter von Mitsubishi Electric und inländischen verbundenen Unternehmen umfasst.

Die Mitsubishi Electric Corporation wird das Bewusstsein der Mitarbeiter für die Menschenrechte innerhalb der Mitsubishi Electric Group durch Präsenzschulungen und Online-Schulungen über E-Learning-Programme weiter schärfen.

Gesetzliche Compliance im Vereinigten Königreich

Diese Erklärung beschreibt die Schritte, die wir im vergangenen Jahr unternommen haben, um sicherzustellen, dass Sklaverei und Menschenhandel nicht (i) in einer unserer Lieferketten und (ii) in einem Teil unseres eigenen Unternehmens stattfinden.

Diese Erklärung wird von unserem Vorstand genehmigt und stellt unsere Erklärung zu Sklaverei und Menschenhandel für das Geschäftsjahr, das mit dem 31. März 2025 endet, dar, wie in Abschnitt 54(1) des britischen Modern Slavery Act 2015 für „Transparenz in Lieferketten usw.“ vorgeschrieben.

Diese Erklärung ist zur Veröffentlichung auf unserer Website bestimmt. Die Homepage unserer Website enthält einen auffälligen Link zu dieser Erklärung.

Unterschrieben von:

Kazuhiko Tamura
Präsident und CEO
Mitsubishi Electric Europe B.V.

Ausstellungsdatum: September 2025